syn. Coriandrum maculatum, cicuta, Cicuta mac., officinalis, major, Conium cicuta, nodosum, Sium conium; Gefleckter Schierling, Erdschierling, Blutschierling, Blutpeterlein, Katzenpeterlein, Stinkender Schierling, Mäuseschierling, Wüterich, Würgling, Tollkraut, Tollkerbel; Poison Hemlock
verwendeter Teil:
Naturreich: Pflanzenreich
Stamm: Magnoliophyta (Blütenpflanzen)
Klasse: Magnoliopsida/Dicotyledonae (Zweikeimblättrige)
Subklasse: Rosidae
Ordnung: Apiales (Doldenblütlerartige)
Familie: Umbelliferae/Apiaceae (Doldenblütler)
Scholten Code: 3-665.55.xx
Gruppe (Scholten):
Serie (Scholten): Kohlenstoffserie, Eisenserie, Silberserie,
Stadium (Scholten): 1
Phase (Scholten):
Subphase (Scholten):
Polychrest: –
Miasma: –
THEMEN
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Wahnidee
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Charakteristika
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Äußerer Aspekt
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typische Berufe
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Causa
- Nachteilige Folgen, durch die Unterdrückung des Geschlechtstriebes oder übermäßige Tändeleien mit Frauenzimmern hervorgerufen
Puncta debilitatis / Organbezug
- –
SYMPTOME
- Schwäche von Körper und Geist, Zittern und Erschöpfung
- Schwere, müde, gelähmte Beine; zitternde, unsichere Finger
- Schwindel nach Anstrengung oder beim Hinlegen bzw. Umdrehen
- Entleerung von Blase und Darm mit Schwierigkeiten oder Schmerzen
- Ständiger trockener Husten, Atemnot bei leichter Belastung
- Verhärtete, geschwollene Drüsen- und Lymphknoten (auch krebsbedingt)
- Gutartige Hauttumore
Geist und Gemüt
- vergeßlich, Außerordentlicher Gedächtnismangel
- nicht gerne in Gesellschaft, aber auch nicht gut alleine sein können
- fällt es schwer, sich längere Zeit zu konzentrieren
- Benommenheit, so dass er das, was er liest, schwer versteht.
- Abneigung gegen Beschäftigung.
- Er ist menschenscheu und hat doch Abneigung, allein zu sein.
- Vollständige Gleichgültigkeit.
- Hypochondrische Niedergeschlagenheit und Gleichgültigkeit beim Gehen in freier Luft.
- Er wird leicht durch Kleinigkeiten beunruhigt, bis zu Tränen gerührt.
- Mürrische Laune; alles in seiner Umgebung macht ihm einen unangenehmen Eindruck.
- Sehr schlecht gelaunt von 5 bis 6 Uhr nachmittags.
Furcht
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Träume
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Vegetativum
- Schwindel: als ob man beim Aufstehen von seinem Sitz im Kreise gedreht würde; schlimmer beim Niederlegen, als ob sich das Bett im Kreise drehe; beim Umwenden im Bett oder beim Umhersehen, vom sich Abwärtsbewegen; beim Gehen; von venöser Abdominalhyperämie
Sensorium
- –
Schlaf
- Betäubt morgens.
- Schläft spät ein; erst nach Mitternacht.
- Unerquicklicher Schlaf.
- Erwacht mit Schmerzen aus dem Schlaf.
- Träume: furchtbar
Schmerzen
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Kopf
- betäubender Kopfschmerz, der zu Übelkeit und Erbrechen führt
- Gefühl eines Fremdkörpers unter der Schädeldecke
- Kopfschmerzen, bei denen sich der Scheitel verbrannt anfühlt
- Schmerzen, die sich anfühlen als würden die Schläfen zusammengepresst
Augen
- Schwachsichtigkeit; auch von teilweiser Lähmung der Sehnerven.
- Kurzsichtigkeit.
- Die Gegenstände sehen rot aus; regenbogenfarben, gestreift mit undeutlichen Stellen.
- Langsame Akkomodation an veränderte Gesichtsfelder.
- Die Augen sind schwach und geblendet zugleich mit Schwindel und Schwäche; besonders der Arme und Beine; beim Gehen taumelt er wie betrunken.
- extrem lichtempfindlich
- tränende Augen
- sehen verschwommen, vor allem in künstlichem Licht
- bisweilen sehen sie auch doppelt oder haben farbige Streifen vor den Augen
- Abneigung gegen Licht, ohne Entzündung der Augen.
- Katarakt durch Kontusion veranlasst.
- Die Pupillen sind erweitert.
- Geschwüre auf der Hornhaut von rechts nach links, mit großer Photophobie, aber geringer Gefäßinjektion.
- Brennen der Augen.
- Er konnte kaum die Augenlider heben, sie schienen durch ein schweres Gewicht heruntergedrückt, dabei Neigung zum Einschlafen.
- Brennen an der Innenfläche der Lider.
- Im inneren Augenwinkel ein empfindlicher Schmerz mit Tränenfluss.
Nase
- Häufiges Niesen
Ohren
- Geräusche erschrecken ihn
- Beim Schnauben der Nase die Empfindung, als seien die Ohren verstopft.
- Anhäufung von Ohrenschmalz, welches wie zerfallenes Papier mit Eiter oder Schleim gemischt aussieht; oder blutrot; verhärtetes Ohrenschmalz und Überempfindlichkeit gegen jedes Geräusch.
- Ohrenstechen.
- Skrophulöse Otorrhö; Entzündung der Zellen des Processus mastoides.
- Geschwülste und Beulen hinter den Ohren.
- Die Parotisdrüsen sind geschwollen und hart.
Mund / Zähne
- Die Lippen und Zähne sind mit schwarzen Krusten bedeckt.
- Lippen: brennend; trocken; Schießen in denselben.
- Blasen oder Ausschlag auf den Lippen.
- Die Submaxillardrüsen sind geschwollen und hart.
Rachen / Hals
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Lunge / Atmung
- Husten: Starke, spasmodische Anfälle, die durch Jucken und Kitzeln in der Brust und im Rachen oder durch eine trockene Stelle im Larynx erregt werden, nachts und beim Niederlegen sich verschlimmern.
- häufig auftretender, trockener Husten (verstärkt sich abends und nachts)
- fühlen manchmal eine trockene Stelle im Kehlkopf und ein Jucken in Brust und Hals, wenn sie sich hinlegen, lachen oder sprechen
- schon bei leichter körperlicher Anstrengung wird die Luft knapp, sie bekommen Atemnot, Beklemmung und Schmerzen in der Brust.
Herz
- Der Puls ist an Kraft ungleich und manchmal im Rhythmus unregelmäßig
Haut
Bewegungsapparat
- –
Bauch / Magen
- Magenbeschwerden bessern sich bei den Conium maculatum-Patienten oft durch Essen, einige Stunden später verschlechtern sie sich aber massiv.
- Es kann zu Übelkeit, scharfem Sodbrennen, Magenkrämpfen und saurem Aufstoßen kommen.
- Eine besonders schmerzhafte Stelle liegt auf Höhe des Brustbeins.
Darm / Stuhl / Verdauung
- Plötzliche Auftreibung des Bauches, nach dem Genuss einer geringen Menge Milch
- Schmerzhaftes Reißen in der Lebergegend.
- Harte Leberschwellung
- häufiger Stuhlgang
- der Stuhl ist hart und kann nur unter Schmerzen ausgeschieden werden.
- Anschließend fühlen sich die Patienten zittrig und schwach.
Harn / Niere
- Während des Urinierens wird der Strahl unterbrochen.
- Im Blasenhals scharfe, lanzinierende Schmerzen.
- Nachts häufiges Urinieren.
- Morgens, unmittelbar nach dem Urinlassen Brennen in der Harnröhre.
Gyn
- Induration und zugleich Vorfall des Uterus.
- Fibroide Tumoren mit prickelnden Schmerzen
- Brennende, wunde, schmerzhafte Empfindung in der Uterusgegend.
- Bei jeder Anstrengung während der Menstruation werden die Brüste wund und schmerzhaft.
- Während der Menstruation Druck von oben nach unten und Ziehen in den Beinen.
- Dysmenorrhö mit durchschießenden Schmerzen in der linken Brust.
- Menstruation: unterdrückt, zu spät und spärlich; vorher Melancholie, nachher scharfe Leukorrhö.
- Leukorrhö: dick, milchig, mit zusammenziehender, wehenartiger Kolik, welche von beiden Seiten herkommt; von weißem, scharfem Schleim, welcher Brennen verursacht.
- Vor dem Abgang des Weißflusses Kneifen im Unterleib.
- Verhärtungen in der Vulva, die von Verletzungen herrühren.
- Starkes Stechen in der Vulva.
- Heftiges Jucken der Vulva.
- Auf dem Schamhügel ein großer Pickel, der bei Berührung schmerzt.
Andro
- Geschlechtliches Verlangen ohne Erektion
- Erektionsstörungen und Impotenz
Sonstiges
- Knacken im Handgelenk.
- Gelbe Nägel.
- Jucken auf dem Fingerrücken.
Abscheu gegen
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Verlangen nach
- Gieriges Verlangen nach Kaffee, Salz oder sauren Sachen
- Verlangen nach Sonnenwärme
MODALITÄTEN
< schlechter…
- Nach Alkohol- und Milchkonsum
- nach körperlicher oder geistiger Anstrengung
- bei unterdrückter sexueller Lust
- nachts
- beim Umdrehen im Bett
- durch kalte Speisen
> besser…
- Druck
- warmes Essen
Indikationen
- Schwindel
- Mitralinsuffizienz
- Petechien bei alten Leuten
- Urtikaria nach heftiger körperlicher Anstrengung
- Drüsenverhärtungen
- körperlicher Lähmung
- psychische Lähmung (innerlich erstarrt und geistig träge)
- Prostatavergrößerung
- Impotenz
- Krebs
- Krebsbefall der Lippen oder Wangen
- Lippenkrebs vom Druck der Pfeife
- Dieses Mittel kann unter gewissen Umständen die Behandlung von Brustkrebs und Uteruskrebs unterstützen.
Notizen
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