Lac caninum (Lac-c.)

syn. Hundemilch

verwendeter Teil: vorwiegend von Rottweiler-Hündinnen gewonnen

Naturreich:

Familie: – (-)

Gruppe: Milchmittel

Polychrest:

Miasma:


Themen

  • abhängig von seiner Familie
  • fühlt sich von Familie eingeengt
  • Verlassenheit
  • Triebintegration
  • Unentschlossenheit

Empfindung / Reaktion

  • unterdrückt die eigenen Bedürfnisse und Emotionen aus Angst, die Familie zu verletzen

Polarität

Wahnidee

  • Gefühl, die eigenen Wünsche und Bedürfnisse seien falsch, schlecht, schmutzig, von der Familie (und das ist das Wichtigste) nicht toleriert.
  • glaubt, sein Leiden sei unvermeidlich; es ist der Preis, den er im Leben bezahlen muß
  • glaubt, seine Familie würde ihn verlassen, wenn er sie enttäuscht

Charakteristika

  • Stauung, Kongestion
  • Die Gemütslage von Lac caninum-Patienten kann sich ständig verändern, sie sind Patienten. Sie haben . Durch das ständige Vergleichen mit anderen, fühlen sie sich minderwertig, hässlich und sind geprägt von Selbstverachtung. Sie sind vergesslich, können sich nicht konzentrieren und machen Fehler beim Schreiben und Sprechen. Die Patienten haben eine schreckliche Angst vor Schlangen, Ungeziefer und unheilbaren Erkrankungen. Während dem Liegen oder Gehen haben sie häufig das Gefühl zu schweben

Äußerer Aspekt

typische Berufe


Causa


Puncta debilitatis / Organbezug


Symptome

  • Symptome wechseln die Körperseite oder zwischen oberer und unterer Körperhälfte (sind aber an der Stelle am heftigsten, an der sie zuerst aufgetreten sind)

Geist und Gemüt 

  • ständig wechselnde Gemütslage,
    wechseln von unruhig zu hoffnungslos oder
    von lethargisch zu aufbrausend
  • ständiges Vergleichen mit anderen
  • viele Selbstzweifel
  • fühlt sich hässlich und schmutzig
  • entwickelt Hass und Zorn gegen sich selber, aber auch anderen gegenüber
  • unstillbarer Hunger; Schuldgefühle nach dem Essen (Bulimie)

Furcht

  • Angst, Familie würde ihn verstoßen, wenn er deren Anforderungen nicht entspricht
  • Angst, andere zu verletzen

Träume

  • träumt oft von (lebenden o. verstorbenen) Familienmitgliedern (evtl. als Geist)
  • oft steht Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit im Mittelpunkt
  • Träume von Schlangen, Wölfen

Vegetativum

  • Passive Kongestion, eher Vagustonus, fühlt sich schlaff u. kühl

Sensorium

  • empfindlicher Geruchssinn (glaubt, schlechte Gerüche kämen von ihm selbst → Wasch- u. Putzzwänge)
  • Lichtscheu, Photophobie (evtl. Dunkelheit als Rückzugsmöglichkeit)

Schlaf

  • Insomnie
  • Die Patienten finden häufig keine bequeme Lage, der Schlaf ist ruhelos. Sie träumen von Schlangen, Ungeziefer und Krankheiten. Nach dem Erwachen verspüren sie einen starken Harndrang

Schmerzen

  • Schmerzen, die immer wiederkehren und einfach ertragen werden müssen

Kopf

  • starkes Schwellungsgefühl im Kopf (Kopf fühlt sich stärker geschwollen an als der Bauch)
  • Die Kopfschmerzen wechseln von der einen Seite zur anderen und schießen vom Hinterkopf zu Stirn. Den Patienten kann davon schlecht und schwindlig werden und sie haben das Gefühl zu schweben 
  • gastrisch bedingter Kopfschmerz
  • Trigeminusneuralgie

Augen

  • kurzsichtig (als Begründung, besonders vorsichtig sein zu müssen, um andere nicht aus versehen zu verletzen!)
  • Sicht ist verschwommen

Nase

Ohren

  • vorzeitige Schwerhörigkeit (Hypakusis)
  • hört aufgrund der Ohrgeräusche schlecht

Mund / Zähne

Rachen / Hals

  • chronische Pharyngitis
  • Stimmbandpolypen
  • Gaumenmandeln sind abwechselnd geschwollen
  • Halsschmerzen wandern zu den Ohren
  • Rachen ist rot, trocken, entzündet und schmerzt wie verbrüht
  • viel Speichel
  • Schlucken ist sehr schmerzhaft
  • durch ein Kitzelgefühl im Rachen kommt es zu einem trockenen Husten.
  • nach dem Hinlegen in der Nacht Atemnot, muß aufstehen und sich bewegen
  • während der Menstruation kann es zu Heiserkeit kommen

Lunge / Atmung

Herz

Haut

  • Auf der Haut können hellbraune Krusten und Flechten unter den Achseln auftreten, die Haut reagiert empfindlich auf Waschen

Bewegungsapparat

Bauch / Magen

Darm / Stuhl / Verdauung

  • Nahrungsmittelunverträglichkeit: Milch
  • chronische Obstipation

Harn / Niere

Gyn

  • Dysmenorrhoe (Die Menstruationsblutung tritt früh und stark ein, ist rot und heiß. Die Patientinnen vertragen weder Druck noch Berührung.)
  • Mastodynie; Mastitis (Die Brüste sind geschwollen, jede Erschütterung, auch beim Treppensteigen, ist schmerzhaft. Die Brustwarzen fühlen sich wund an und es besteht eine Neigung zu Brustdrüsenentzündungen)
  • rezidivierende Vaginitis
  • rezidivierende Zystitis
  • Stillbeschwerden; häufig Probleme mit dem Stillen, Lac caninum kann die Milchproduktion regulieren und beim Abstillen hilfreich sein

Andro

  • Prostataadenom, BPH

Sonstiges

  • Varizen Beine

Abscheu gegen

Verlangen nach

  • Milch u. einfachen Milchprodukten wie Ricotta o. Mozzarella (die er oft im Übermaß vertilgt, aber nicht verträgt!)

Modalitäten

< schlechter…

  • am Morgen
  • während der Menstruation
  • Wärme
  • Erschütterungen
  • Berührungen
  • Süßigkeiten

> besser

  • Kälte
  • frische Luft
  • beim nach hinten Beugen

Rubriken


Indikationen

  • Aphthen
  • juvenile Arthritis
  • Coxarthrose
  • Bandscheibenvorfall LWS
  • Bruxismus
  • Bulimie
  • Diabetes mellitus
  • Dysmenorrhoe
  • Mastodynie
  • Enuresis
  • Photophobie
  • Gicht
  • Harninkontinenz der Frau
  • Hyperemesis gravidarum
  • Ptyalismus gravidarum
  • Hyperprolaktinämie
  • Hypophyseninsuffizienz (Wachstumshormon)
  • chronische Pharyngitis
  • Tonsillitis
  • Diphtherie
  • Stimmbandpolypen
  • Refluxösophagitis
  • Konjunktivitis
  • gastrisch bedingter Kopfschmerz
  • Morbus Menière
  • Leistenhernie
  • Prostataadenom, BPH
  • Varikosis
  • Myopie
  • Panikstörung
  • Waschzwang, Putzzwang

Notizen

Überschrift